Die weißen Dörfer in Andalusiens Hinterland

Die weißen Dörfer – sie haben es uns besonders angetan. Im andalusischem Hinterland, fernab der Touristenzentren an der Küste, wo sich große Hotelanlagen der sechziger und siebziger Jahre aneinander reihen, zeigt sich Andalusien von einer völlig anderen Seite: Olivenhaine, Korkeichenwälder, aber auch karge Hochebenen und große Weidelandschaften prägen das Bild. Die eigentliche Schönheit in dieser kargen Berglandschaft sind die so genannten “pueblos blancos”, die weißen Dörfer Andalusiens. Auch hier waren wir wiederum überrascht von der großen Gastfreundschaft der Einwohner. Die nur einige 100 Einwohner großen Dörfer fügen sich wie weiße Farbkleckse in die grüne und felsige Landschaft.

Unsere Rundreisen durch Andalusien führten uns bis dato jedes mal nach Ronda. Ein kleines Städtchen der Provinz Málaga, auf etwa 723m über dem Meeresspiegel. Es ist die wohl berühmteste dieser weißen Dörfer und mit Sicherheit auch eine der interessantesten Spaniens. Geheimtipp: Ronda ist ca. eine Stunde mit dem Auto von der Costa del Sol entfernt. Die Ortschaft liegt sehr beeindruckend über der 100m tiefen Schlucht El Tajo. Hier kann man in schönen Abendstunden den herrlichen Ausblick genießen… die  wundervolle Ruhe lädt zu romantischen Stunden zu zweit. Wollen Sie mehrere dieser weißen Dörfer entdecken empfehlen wir eine Ausflugsfahrt mit dem Autü über Ronda, Grazalema, Zahara de la Sierra, Ubrique, Gaucin und Casares.

Wir versuchen hier Tipps zu geben, wo der Tourismus noch nicht enorm Überhand gewonnen hat. Für all jene, welche sich mehr am Strand aufhalten wollen doch mit einem kleinen Ausflug auch einen Eindruck von den weißen Dörfern bekommen wollen empfehlen wir das Bergdorf Casares. Dort befinden sich ganz in der Nähe der Costa del Sol einige der “Pueblos Blancos” mit ihren schneeweißen Fassaden, roten Ziegeldächern und schmiedeeisernen Geländern. Casares liegt nur wenige Autominuten vom Fischerort Estepona und knapp 100 Kilometer von Málaga entfernt. Durch die Küstennähe strömen bereits in den frühen Morgenstunden zahlreiche Busse und Mietwagen in den Ort.

Wir empfehlen eine Reise zu den weißen Dörfern besonders im Frühjahr und im Herbst, da es in den Sommermonaten besonders im Hinterland extrem heiß werden kann. Wer in seinem Sommerurlaub einen Abstecher in eines der weißen Dörfer machen will, der kann dies auch mit seinem Badeurlaub verbinden und eines der oben genannten Touristenbusse in eine nächstgelegene weiße Stadt nehmen.

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